GKV: Beiträge für Kranken und Rentenversicherung steigen
Kranken- und Rentenversicherung Gutverdiener müssen deutlich höhere Beiträge zahlen
Künftig mehr Abzüge: In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Gutverdiener künftig mehr, weil die Beitragsbemessungsgrenze deutlich steigt
Foto: Wolfilser / IMAGOWer mehr als 5812,50 Euro brutto im Monat verdient und gesetzlich versichert ist, muss ab 2027 mehr Geld für die Krankenversicherung zahlen. Ab einem Verdienst von 8450 Euro brutto steigt auch der Beitrag für die Rentenversicherung. Das Bundeskabinett hat in Berlin eine entsprechende Verordnung des zuständigen Bundessozialministeriums beschlossen. Eine Zustimmung im Bundestag ist nicht nötig.
Die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen werden jedes Jahr entlang der Lohnentwicklung im vergangenen Jahr fortgeschrieben. Sie definieren, bis zu welcher Grenze des Monatsgehalts Beiträge fällig werden, vom darüber liegenden Gehalt werden dann keine Beiträge mehr abgezogen.
Ausrichtung an Lohnanstieg
In der Krankenversicherung steigt die Grenze von aktuell 5.812,50 auf 6.375 Euro, bei der Rente von heute 8.450 auf 8.850 Euro. Wer also mehr als 5.812,50 Euro brutto verdient, zahlt künftig mehr für die Krankenkasse, wer mehr als 8.450 Euro brutto hat, auch mehr für die Rente.
Beamte dagegen bleiben bei der Reform der Kranken- und Rentenversicherung außen vor. Staatsdiener sind in der Regel privat versichert, da der Bund die Hälfte der Beiträge in Form der Beihilfe übernimmt. Zudem zahlen Beamte keine Rentenbeiträge, da sie steuerfinanzierte Pensionen beziehen.
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Das Ministerium verweist auf die gesetzliche Pflicht, die Werte fortzuschreiben. 2025 legten die Bruttolöhne demnach um 4,38 Prozent zu. So werde sichergestellt, dass sich die Versicherten entsprechend der Lohnentwicklung an der Finanzierung der Sozialversicherung beteiligten, da auch Leistungen, wie die Rente jährlich insbesondere mit der Lohnentwicklung angepasst würden.
Beim Wert für die Krankenversicherung ist dieses Mal allerdings eine zusätzliche Anhebung um 300 Euro enthalten, die auf das vor dem Sommer in der Koalition vereinbarte Gesundheitssparpaket zurückgeht. Dieses soll die Krankenkassen wegen ständig steigender Gesundheitsausgaben entlasten.
