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Rohölpreise sinken: Kursverluste bei Brent und WTI stützen Dax

Manager Magazin
Published 09 Oct 2026, 04:03 pm IST

Börse am Abend Sinkende Ölpreise stützen Dax, SpaceX sorgt für Kurssturz bei T-Mobile

Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen

Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen

Foto: Westend61 / Getty Images

Ein Rückgang beim Ölpreis sorgt zum Wochenschluss für Kursgewinne in Europa und an der Wall Street. Der Dax notierte zum Handelsschluss auf Xetra (17.30 Uhr) 1,1 Prozent fester bei 26.087 Punkten. Auch der Eurostoxx legte zu. In den USA starteten Dow Jones und Nasdaq mit Gewinnen.

Die Preise für Nordsee-Rohöl Brent und US-Leichtöl WTI gaben um jeweils knapp ein Prozent nach, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die USA den Iran nicht vor den Zwischenwahlen im kommenden ​Monat angreifen würden.

Etwas Rückenwind kommt auch vom US-Anleihemarkt, wo die Renditen minimal nachgaben. Zehnjährige US-Papiere rentieren allerdings mit 5,2 Prozent nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dan Ivascyn, Chief Investment Officer beim Anleihefondsmanager Pimco, erklärte gegenüber der „Financial Times“, dass die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen zum ersten Mal seit 2000 auf 6 Prozent steigen könnte. Die Renditen von US-Staatsanleihen gelten als Maßstab für die weltweiten Kreditkosten und Vermögenspreise.

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Berichte über OpenAI-Umsatz drücken Techwerte

Thema bleibt ferner die ausgeprägte Schwäche von Techwerten in New York, die am Vortag unter einem Bericht der „Financial Times“ gelitten hatten, wonach der auf das Jahr hochgerechnete Umsatz des KI-Konzerns OpenAI mit 50 Milliarden Dollar geringer ausfalle als zuvor signalisiert. Daraufhin knickten vor allem die Kurse von KI-Halbleiterkonzernen ein. So verbuchten die Aktien von Nvidia, Arm Holdings, Intel, AMD, Marvell Technology, Micron und Sandisk Kursabschläge zwischen 2,9 und 6,5 Prozent.

Am Freitag hieß es aus Kreisen, der ChatGPT-Anbieter peile bis Ende 2026 einen Umsatz von mindestens 70 Milliarden Dollar an. Die Differenz ergibt sich wohl aus Brutto- und Nettoberechnung des Umsatzes, unter dem Strich gab es also wenig Neues.

SpaceX greift US-Mobilfunkanbieter an

Unter Druck stehen am Freitag Telekomwerte. Grund sind Nachrichten von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX, die mit einem großangelegten Frequenzkauf in den USA einen Angriff auf die US-Mobilfunkanbieter startet. An der Börse schickte die Mitteilung die Aktien von AT&T, Verizon und T-Mobile US auf Talfahrt.

Der Schwäche können sich die Papiere der Muttergesellschaft Deutsche Telekom nicht entziehen, das Minus betrug am Freitag 6,7 Prozent zum Xetra-Schluss. Der Wettbewerb in den USA verschärfe sich für die Telekom, kommentierte ein Händler.

Heidelberg Materials waren mit plus 3,4 Prozent unter den stärksten Dax-Werten. Besser waren nur noch die schwer gewichteten Software-Titel von SAP sowie die Papiere des Online-Modehändlers Zalando mit Kursaufschlägen von jeweils mehr als 4 Prozent.

Dow und Nasdaq starten im Plus

Gewinne zum Wochenschluss auch in New York: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,2 ​Prozent höher bei 51.347 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,3 Prozent auf 7785 ‌Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq 100 gewann ebenfalls 0,3 Prozent auf 27.280 Stellen.

Auslöser für den hohen Nasdaq-Verlust am Donnerstag war ein Medienbericht über unerwartet niedrige Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, der Befürchtungen verstärkt hatte, dass sich die KI-Ausgabenflut immer schwerer rechtfertigen lässt.

Für Entspannung sorgte adagegen m Freitag ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider, dass OpenAI damit rechnet, bis zum Jahresende einen Umsatz von 70 Milliarden US-Dollar zu erreichen oder zu übertreffen. Am Vortag war noch die Rede davon, dass sich die Umsätze des KI-Unternehmens Ende September auf annualisierter Basis auf lediglich 50 Milliarden US-Dollar beliefen.

SpaceX setzt T-Mobile unter Druck

Aus Branchensicht stehen Aktien aus dem Telekomsektor im Anlegerfokus, nachdem der Weltraumkonzern SpaceX US84615Q1031 den Erwerb von US-Mobilfunkfrequenzen bekanntgegeben hatte und mit seinen Starlink-Satelliten nun zu einem großen Wettbewerber im US-Mobilfunkgeschäft werden könnte. Die SpaceX-Titel gewannen 2 Prozent.

Dagegen sackten die Papiere der bisherigen Platzhirsche in der Branche - AT&T, Verizon und T-Mobile um 7,0 bis 9,4 Prozent ab.

Die Anteilscheine von Apple büßten 2,1 Prozent ein. Laut Medienberichten kürzte der Technologiekonzern aufgrund einer unerwartet schwachen Nachfrage nach den Modellen iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max seine Bestellungen für Komponenten dieser Smartphone-Modelle.

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines macht wegen gestiegener Kraftstoffkosten deutliche Abstriche bei ihrem Jahresausblick. Gleichwohl bleibe die Nachfrage hoch, hieß es von Delta-Chef Ed Bastian. Die Delta-Aktie fiel um 1,7 Prozent.

Ölpreis gibt wieder nach

Nach dem zuletzt deutlichen Preissprung hat sich die Lage am Ölmarkt ​etwas entspannt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verloren zum Wochenschluss in ‌der Spitze rund 1,5 Prozent auf 102,69 beziehungsweise 90,20 Dollar je Fass.

Für Beruhigung sorgte, dass US-Präsident Trump nach eigenen Worten eine erneute Offensive gegen Iran vor ​den US-Kongresswahlen Anfang November ausschließt. Zugleich erklärte er, man führe produktive Gespräche ⁠mit ⁠der Islamischen Republik. Konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen und eine sicherere Durchfahrt in der Straße von Hormus müssten die ‌Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage ​aber noch ‌untermauern, sagte Linh Tran, Analystin beim Broker XS.com.

Am Donnerstag hatten Brent und WTI zeitweise gut 5,5 Prozent zugelegt. Anhaltende Versorgungsängste wegen der Bedrohungen für die ‌Schifffahrt in der wichtigen Wasserstraße von Hormus, aber auch ein Hurrikan, der auf die Offshore-Fördergebiete in den ‌USA zusteuert, trieben die Notierungen ​nach oben. Aufgrund ‌des Sturms haben die Produzenten im Golf ‌von ​Mexiko laut US Marine Minerals Administration bis Donnerstag knapp 63 Prozent ihrer aktuellen ​Ölproduktion eingestellt.

Originally reported by Manager Magazin.Source: manager-magazin.de
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